Namensgebung
Wie komme ich auf den Namen "Kleinwildvögelein"?
Es ist eine Zusammensetzung der Worte "klein wild Vögelein" aus einem deutschen Volkslied, welches in der Zeit vor 1516 bei den Siebenbürger Sachsen entstanden ist. Der Titel lautet "es saß ein klein wild Vögelein" und handelt von einem kleinen Vogel, welches symbolisch für ein Mädchen stehen könnte. Dieser Vogel wird von einem reichen Gönner angeworben für ihn zu singen, dafür möchte er es in Gold und Seide winden. Das Vögelein geht auf diesen Vorschlag aber nicht ein, da ihm seine Freiheit wichtiger als die Schätze dieser Welt. Für mich nimmt der Vogel die Form einer Schwalbe an. Das erinnert mich an meinen heimatlichen Hof, auf den auch ich zurückkehren möchte. Dort lässt sich beobachten, wie jedes Jahr diese schönen Vögel im Frühjahr geflogen kommen, ihre Nester bauen, Jungen bekommen und großziehen und schließlich wieder von dannen ziehen, um im nächsten Jahr wiederzukommen.
Ich habe diesen Namen gewählt, da dies eines meiner liebsten Volkslieder ist. Auch wenn ich keine Verbindung zu den Siebenbürger Sachsen habe, gehören wir doch dem selben Volke an und das Lied wird schon lange auch in ihrem ursprünglichen Heimatland Deutschland gesungen. Ich empfehle jeden, sich einmal eine Aufnahme dieses Liedes anzuhören und seine Schönheit auf sich wirken zu lassen.
Es saß ein klein wild Vögelein
auf einem grünen Ästchen;
es sang die ganze Winternacht,
die Stimm tat laut erklingen.
Es sang die ganze Winternacht,
die Stimm tat laut erklingen.
O sing mir noch, o sing mir noch,
du kleines wildes Vöglein!
Ich will um deine Federchen
dir Gold und Seide winden.
Behalt dein Gold und deine Seid,
ich will dir nimmer singen;
ich bin ein klein wild Vögelein,
und niemand kann mich zwingen.
Geh du herauf aus diesem Tal,
der Reif wird dich auch drücken.
Drückt mich der Reif, der Reif so kalt,
Frau Sonn wird mich erquicken.